DVLfB und Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Auf den Seiten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung erschien am 21.09.2018 der folgende Kurzbericht:


"Lehrkräftefortbildung in Deutschland – Recherchen ergeben hohen Innovationsbedarf

Der Deutsche Verein zur Förderung der Lehrerinnen und Lehrerfortbildung e. V. (DVLfB) hat unter Leitung von Peter Daschner mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung eine umfangreiche Bestandsaufnahme erstellt. Die Lehrerfortbildung ist laut Bestandsaufnahme des DVLfB schlecht vorbereitet auf die Herausforderungen, denen sich die Schulen derzeit gegenübersehen. Es werden Handlungsempfehlungen für die KMK, Kultusministerien und die Wissenschaft gegeben...

  • Transparenz und Vergleichbarkeit der Länderaktivitäten sollten durch regelhafte Berichterstattung nach definierten Kriterien verstärkt werden.
  • Länderübergreifende Kooperationen, z. B. bei der Entwicklung nachhaltiger Formate und aussagekräftiger Evaluationsverfahren, sollten gefördert werden.
  • Fortbildungsbedarfe müssen systematisch und mit wissenschaftlichen Methoden erhoben werden.
  • Länderübergreifend sollten gemeinsame Kriterien und Standards (vgl. Musterorientierungsrahmen und Musterqualitätshandbuch des DVLfB) eingeführt werden.
  • Monitoring, Evaluation und Qualitätsentwicklung der Systeme sollten in länderübergreifender Kooperation eingeführt werden.
  • Wirksame Formate mit Input-, Erprobungs- und Reflexionsphasen sind verstärkt  einzusetzen.
  • Weitere Forschung zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Fortbildung ist erforderlich.
  • Die Professionalisierung des Personals auf allen Ebenen des Fortbildungssystems sollte vorangetrieben werden.
  • Externe Trainerinnen und Trainer sowie Programme sollten zertifiziert werden.
  • Die Schulen sollten definierte Zeitgefäße für die Lehrerfortbildung (100 + x Prozent Versorgung im Lehrerstellenplan) zur Ermöglichung wirksamer Formate und zur Vermeidung von Unterrichtsausfall erhalten.
  • Der festgestellte Ressourcenabbau für die Lehrkräftefortbildung muss gestoppt werden. Die Mittel müssen offen gelegt und zumindest an die Entwicklung der Ausgaben für das staatliche Schulwesen angeglichen werden.  
  • Die Lehrkräftefortbildung sollte in die Qualitätsoffensive Lehrerbildung eingebunden werden.
  • Behörden, Landesinstitute und die regionale Fortbildungseinrichtungen sollten besser zusammenarbeiten, um Schulen passfähige und wirksame Fortbildungsangebote und –formate zur Verfügung stellen zu können."

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